Nordstadt III

Das Gebiet der Entwicklungsmaßnahme liegt unmittelbar nordöstlich des Stadtzentrums. Mit der Schaffung von Wohn- und Arbeitsstätten konnten innerstädtische Brachflächen reaktiviert werden. Auf dem ehemaligen Industriestandort sollten in den Jahren 1996 bis 2006 rund 250 neue Wohnungen entstehen. Ausser der Einrichtung von neuen Arbeitsstätten wurden im Entwicklungsgebiet auch ein Kinderspielplatz, ein Festplatz und ein Kirchplatz gebaut. Ein durchgehender Grünzug gewährleistet den Übergang zum freien Gelände.

Betreut wurde die Entwicklungsmaßnahme seit 1991 durch die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK). Die Stadt Radevormwald stellte vier Bebauungspläne auf, die zwischen 1994 und 1995 Rechtskraft erlangten.

Nach Altlastenuntersuchungen, stadtökologischer Rahmenplanung und Vermarktung und Reprivatisierung der Baugrundstücke erfolgten Zug um Zug die Bebauungsmaßnahmen, die zumeist gutachterlich begleitet wurden, um mögliche Gefährdungen durch die Vornutzung des Gebietes auszuschließen.

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1840
Der Bereich der späteren Eisengießerei Meskendahl ist unbebaut. Die ursprüngliche Geländeform des Taleinschnittes ist noch vorhanden. Im Bereich der Eisengießerei Meskendahl sind 1894 erste kleinere Einzelgebäude eingezeichnet, der Taleinschnitt ist größtenteils noch unbebaut. Im Verlauf der heutigen Wiesenstraße, zwischen Ülfe- und Wiesenstraße, sind bis 1898 noch Gärten und Wiesen vorhanden.

1985
Die Bebauung der Stadt Radevormwald hat sich weiter ausgedehnt, der alte Ortskern ist am Straßenbild noch zu erkennen. Der Bereich der Eisengießerei Meskendahl ist nun mit einem zusammenhängenden Gebäudekomplex bebaut, der Taleinschnitt ist „verschwunden“.

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1990
Antragstellung beim Regierungspräsidenten Köln auf Förderung der Entwicklungsmaßnahme Nordstadt III

1991
Förderung der Entwicklungsmaßnahme wird bewilligt

1991-1992
Planung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme durch die Stadt Radevormwald und die DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH)

1992
Durchführung von Gefährdungsabschätzungen auf den Altlastenverdachtsflächen Eisengießerei Meskendahl; Fa. Brücher (laufender Betrieb); Altdeponie Uelfestraße

1993
Erstellung eines Rückbau- und Entsorgungskonzeptes für die Altlastenverdachtsflächen

1993–1995
die vier Bebauungspläne, die die Bebauung der Teilbereiche steuern, werden rechtskräftig

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1995–1996
Beginn der Erschließungsarbeiten: Bachstraße mit Kanalbau (BP 76) Wiesenstraße mit Kanalbau (BP 78)

1996–1997
Rückbau der Eisengießerei Meskendahl und Entsorgung der Bodenbelastung im Bereich des von einer Galvanik genutzten Gebäudeteils

1995–2001
Grünraumgestaltung im Bereich der Altdeponie und im Hermannshagener Bachtal (BP 78 + 79)

1998–1999
Verbindungswege zwischen Wiesenstraße und Bachstraße (Baustraße und Kanalbau) (BP 77)

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1996–2006
Bau von Wohn- und Geschäftshäusern an der Bach- und Wiesenstraße und den Verbindungswegen: Mehrfamilienhaus am Festplatz (Wagner), GWG - betreutes Wohnen gegenüber Festplatz (GWG), GWG-Verwaltungsgebäude (Lahme/Böing-Messing), Seniorenwohnanlage der ev. luth. Martini-Gemeinde, Reihen- und Einfamilienhäuser an der Bachstraße (Fa. A. Schmidt), Mehrfamilienhäuser an der Wiesenstraße (Fa. Sieckendieck), Herstellung Kinderspielplatz und Verbindungsweg zur Bachstraße u.a. 2000 Fertigstellung Bach- und Wiesenstraße

2005
Fertigstellung der Verbindungswege zwischen Bach- und Wiesenstraße

 

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Text und Redaktion:
Dipl.-Geologin Regina Jöckel
www.geologisches-buero-joeckel.de

Gestaltung:
www.neisserzoeller.de